Es ist manchmal garnicht so einfach Orte zu besuchen die etwas weiter weg sind. Das BMW Museum wollte ich schon lange einmal sehen. Als mein Job mich dann für ein paar Wochen nach München verschlug, konnte ich nicht widerstehen und stattete dem Museum einen Besuch ab.

Mit dabei hatte ich meine Minolta 5000AF, eine der ersten Spiegelreflexkameras mit Autofokus. Minolta brachte gegen Ende der 80er einen ganzen Schwung solcher Kameras, angefangen mit der 7000AF und gefolgt von der etwas kleineren 5000AF und der größeren 9000AF heraus.

Speziell mit der 7000AF (eine solche befindet sich ebenfalls in meinem Besitz) sorgte Minolta damals für sehr viel Furore. Diese Kameras waren damals derartig mit Features vollgepackt, dass andere Hersteller sich erst einmal schwer taten aufzuholen.

Als Film wählte ich den Cinestill 800T – das erste Mal, dass ich diesen Film benutzte. Ich hatte vorher im Internet viel gutes über den Film gelesen und gesehen und wollte ihn selbst ausprobieren. Da ich mich im Inneren eines Gebäudes mit viel Kunstlicht und nicht so optimalen Lichtverhältnissen (auch wenn das BMW Museum sehr gut ausgeleuchtet ist) befand, kam mir die hohe Lichtempfindlichkeit gerade recht.

Nachdem ich die Bilder entwickelt und gescannt hatte, war ich sehr begeistert von dem Ergebnis! Die Farbpalette des Cinestill ist einfach herrlich und wunderbar passend zu alten Autos. Natürlich fällt auch hier die ziemliche Lichthofbildung des Films durch die fehlende Remjet-Beschichtung auf. Das ist meiner Meinung allerdings nicht störend sondern gibt dem Film einen gewissen Character.

Das BMW Museum ist für mich ein spannendes Thema, da ich selbst viele Jahre BMW gefahren bin und auch heute noch ein reges Interesse an den Klassikern der Marke hege.

Meiner Meinung nach sind klassische BMWs einige der schönsten jemals produzierten Autos. Ich finde es daher auch sehr schade, dass die heutigen BMWs damit nicht mehr viel zu tun haben, aber das ist wohl subjektiv.

Umso erfreuter war ich, als ich im Museum eines meiner absoluten Lieblingsautos entdeckte – der BMW E32 750iL mit dem ersten deutschen Zwölfzylinder der Nachkriegszeit.

Der E32 war damals BMWs Kampfansage auf die Mercedes S-Klasse und ist auch heute immernoch eine absolut elegante Erscheinung. Zudem das 12-Zylinder Triebwerk absolut legendär in seiner Laufruhe ist.

Ebenfalls legendär ist der BMW M1 mit der Lackierung von Andy Warhol welcher 1979 beim 24 Stunden Rennen von Le Mans antrat.

Die Präsentation des Autos ist durch den Einsatz von diversen Spiegeln sehr gelungen – jederzeit sieht man so Details die man sonst einfach übersehen würde.

Das Museum ist im Ganzen sehr interessant aufgebaut. Durch mehrere Ebenen schlängeln sich die Wege und der Besucher wird so recht natürlich durch das Gebäude geführt.

Die immer wechselnden Exponate zeigen BMWs aus allen Epochen. Dabei werden nicht nur Autos gezeigt sondern auch Motorräder und diverse technikbezogene Ausstellungsstücke.

Wie z.B. diese Reihe von Motoren aus diversen BMW M-Modellen. Aber nicht nur Automotoren sind zu sehen. Denn man findet auch einige Flugzeugmotoren die auf unterschiedlichste Weise präsentiert werden.

Wie z.B. dieses aufgehängte BMW IV Triebwerk. Auf diesem Bild ist auch sehr gut ersichtlich, dass das 35 – 70mm f4 Objektiv an meiner Minolta bei 35mm doch recht stark verzerrt.

BMW war schon immer sehr stark mit dem Motorsport verbunden und so ist es auch kein Wunder, dass man in den Hallen des Museums viele Rennwagen findet.

Dazu zählen so legendäre Fahrzeuge wie der BMW E30 M3  der Ende der 80er und Anfang der 90er zahlreiche Motorsportdisziplinen dominierte.

Oder aber auch der BMW 3.0 CSL welcher in den 70ern der Konkurrenz das Fürchten lehrte. Die Verspoilerung ist ein absoluter Zeitzeuge und vereint schiere Aggression mit Eleganz.

Der sehr spartanische Innenraum lässt vermuten, was für ein wahnsinniger Ritt auf der Kanonenkugel eine Fahrt mit diesem Monter auf 4 Rädern ist.

Das Äußere des BMW Museums besticht durch eine einzigartige Architektur. Direkt neben dem Verwaltungshochhaus, dem BMW Vierzylinder, befindet sich das schüsselförmige Gebäude welches den oberirdischen Teil des BMW-Museums beherbergt. Der Rest des Museums erstreckt sich unterirdisch unter dem Gelände.

11. März 2018

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